Studentenzeitungen und Publikationen

Viele Studentenzeitungen haben eine lange Tradition. Sie galten ursprünglich als Medium zum Transport von kritischen Informationen über Gesellschaft und Politik. In Deutschland gab es an der Universität von Jena die erste derartige Studentenzeitschrift. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verloren diese Magazine jedoch langsam ihren kritischen Einfluss. Erst mit dem Aufkeimen der 68er-Generation erlebten viele studentische Printmedien eine Renaissance. Heute spielen diese Magazine jedoch wieder eine untergeordnete politische Rolle. Dafür setzten sich die meisten Uni- und Studentenzeitungen mit spezifischen akademischen Themen sowie mit Lifestyle und Unterhaltung auseinander.

Die wissenschaftliche Publikation

Im Gegensatz zu klassischen Uni-Zeitschriften und Studentenmagazinen beschäftigen sich Fachmedien und Fachverlage mit der Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen. Auch diese spielen in der Ausbildung an Hochschulen eine große Rolle. Wissenschaftliche Publikationen finden sich vor allem als Aufsätze in Fachmagazinen oder werden als sogenannte Tagungs- oder Sammelwerke im Rahmen von Tagungen und internationalen Konferenzen aufgelegt. Diese Publikationen dienen im Allgemeinen dazu, Fachkollegen von wissenschaftlichen Fortschritten auf einem bestimmten Fachgebiet zu unterrichten. Außerdem dienen die Publikationen auch urheberrechtlichen Zwecken. Die wissenschaftlichen Arbeiten werden von einem oder mehreren Autoren verfasst und vor der Veröffentlichung einer inhaltlichen Prüfung durch andere Fachexperten zugeführt.

Wissenschaftliche Fachzeitschriften

Die wissenschaftlichen Fachzeitschriften bilden die wichtigste Plattform um Publikationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vor allem in den Naturwissenschaften und in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften haben diese Magazine eine besondere Bedeutung. Die Rolle, welche diese Fachzeitschriften im wissenschaftlichen Kontext spielen, werden jedoch weniger durch ihre Auflagenstärke als vielmehr durch Zeitschriftenbewertungen definiert. Darunter versteht man in der wissenschaftlichen Praxis die Reihung von Fachzeitschriften aufgrund deren Qualität. Besondere Bedeutung hat dabei zum Beispiel die wissenschaftliche Bewertung durch das VHB-Jourqual in der Betriebswirtschaftslehre erlangt. Das VHB-Jourqual ist ein Zeitschriftenranking, welches vom Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft durchgeführt wird. Auch für die Bereiche Volkswirtschaft und Management gibt es ein eigenes Zeitschriftenranking. Zu den bekanntesten internationalen Fachmagazinen zählen Medien wie „Nature“ oder „Science“.